26. Vienna City Marathon

19.04.2009, mit Fotogalerie

Erfolge und Tragödien beim 26. Vienna City Marathon für die Union Kilb - Starter!

26. Vienna City Marathon
Bei traumhaften Frühlingswetter (Start: ca. 13 °; Ziel: ca. 20 °) ging der Vienna City Marathon 2009 mit ca. 29.000 Startern über die Bühne. An die 400.000 Zuseher säumten den Streckenverlauf und sorgten für den zusätzlichen Motivationsschub für die LäuferInnen. Von der tollen Stimmung zeigten sich alle LäuferInnen der UNION KILB angetan. Und auch mit den Leistungen konnten fast alle unserer Laufgemeinschaft zufrieden sein.

Herbert Gruber musste in der Woche vor dem Marathon aufgrund einer Muskelentzündung w.o. geben.
Dafür stellte er sich dankenswerter Weise in den Dienst der anderen LäuferInnen als Chauffeur, Fotograf und Anfeurer.
Harald Hieger  erlebte einen Lauf durch die Hölle, da er im Prater mit Muskulären und anderen Problemen zu kämpfen hatte. Trotz heftiger Schmerzen kämpfte er sich jedoch bis ins Ziel durch!
Alfons Pitterle  konnte sich bei seinem Jubiläums-Marathon (Nr.20) über die zweitbeste VCM-Platzierung bei seinen bisherigen 11 Wien-Marathon-Teilnahmen freuen.

Johann Schimanko  erreichte bei seiner Vorbereitung für den 100-KM-Lauf !!! im Juni sein bestes Wien-Marathon-Ergebnis!

Doris Seidinger  erreichte ihr bisher zweitbestes Wien-Marathon-Ergebnis.

Persönl. Kommentare:                                                                       

Gabriele Gruber  "Der Start war wunderbar, als die Musik in Form von ‘Song of Joy’ abgespielt wurde und danach auch noch der Donauwalzer zu hoeren war; und der Zieleinlauf durch das Heldentor entschädigt fuer alle vorangeganene Strapazen und Bemuehungen  - einfach cool."

Herbert Gruber: "Nachdem ich nun erstmals die Seite des Zuschauers kennengelernt habe, meine ich, dass diese in gewissem Sinn mehr Strapazen darstellt als die des Läufers. Die rechtzeitige Anwesenheit am richtigen Ort, das ständige Suchen nach unseren LäuferInnen war sehr intensiv, ließ dafür aber die Zeit rasch vergehen. Es gelang mir zwar nicht immer, alle in dieser großen Menge an Läufern zu finden, doch waren dabei die gelben Dressen eine wertvolle Hilfe. Gleichzeitig darf ich allen empfehlen, sich der Faszination hinzugeben, die dieses Ereignis in Wien erzeugt – es ist spannend, interessant, amüsant und stellt mit einem Stadtbummel eine interessante Kombination dar."

Ergebnisse der Kilber Marathonis
MARATHON  42,2 KM Nettozeit Ges-Rang Klassen-Rang
Alfons Pitterle 3:05.31 319. 60. M-40
Johann Schimanko 3:40.16 1657. 350. M-40
Harald Hieger 3:50:51 2246. 408. M-40
Doris Seidinger 4:49:50  4550.  116. W-35 
HALBMARATHON 21,1 KM    
Rudolf Pfeffer 1:31:05 383. 51. M-45
Peter Rossa 1:45:10 1642. 216. M-45
Gabriele Gruber 1:46:37 1870. 31. W-40

ORF-Kurzvideo zum VCM 2009: VIDEO

Andere ORF-Kurzvideos: Kurzvideos

Bericht aus der VCM-Homepage:

Sternstunden, Überraschungen und grandiose Stimmung machen den 26. Vienna City Marathon zu einem rauschenden Lauffestival

Ein Rennen der Überraschungen und Sternstunden! Mit Gilbert Kirwa setzte sich ein Außenseiter unter den Debütanten durch und siegte in 2:08:21 Stunden, der drittbesten Marke in der Geschichte des Vienna City Marathons. Ausschließlich Debütanten waren im internationalen Spitzenfeld am Start, ein Novum in der internationalen Marathonszene. Mit vier Läufern unter 2:10 Stunden bei brachte dieses Konzept nicht nur viel Spannung und Aufmerksamkeit, sondern auch das in dieser Dichte beste Resultat beim VCM.

Bei Sonnenschein und zu warmen Temperaturen in der zweiten Rennhälfte von über 20°C in der Sonne, war die Stimmung in den Straßen von Wien am Höhepunkt. Die Debüts der österreichischen Top-Läufer Günther Weidlinger und Andrea Mayr haben das Publikum in Scharen an die Strecke gelockt. Rund 400.000 Zuschauer sorgten für außergewöhnliche Atmosphäre.

Sieg und österreichischer Rekord von 2:30:43 für Andrea Mayr
Es war eine Sternstunde für Andrea Mayr. Die 29-jährige Ärztin triumphierte in neuer österreichischer Rekordzeit von 2:30:43 Stunden und jubelte über den erst zweiten Sieg einer Österreicherin beim VCM. Zuletzt hatte 1987 Carina Lilge-Leutner das Rennen als bis dato einzige heimische Läuferin gewonnen. „Wenn man so glücklich ist, vergisst man die Anstrengungen. Die Leute haben mich über die Strecke getragen“, war der Siegesjubel bei Mayr groß. „Drei Kilometer vor dem Ziel hatte ich den Rekord schon abgeschrieben, weil es immer härter geworden ist. Aber es war Maßarbeit, dass sich das noch ausgegangen ist.“ Mayr verbesserte die bisherige 2:30:51-Rekordmarke von Eva Maria Gradwohl, gelaufen in Linz am 13. April 2008, um exakt acht Sekunden. Als der Sieg schon festgestanden ist, machte ein letzter Kilometer in 3:20 Minuten das Rekordfest perfekt. „Ich bin das Rennen auf Rekordzeit angelaufen. Zuvor wollte ich mir nicht allzu großen öffentlichen Druck auferlegen. Der größte Dank gilt meinem Fuß, dass er gehalten hat. Ein Knochenmarksödem und eine Stressfraktur haben mir in der Vorbereitung Problemen gemacht. Es war ein unglaubliches Highlight für mich, vor so vielen Leuten bei dieser Stimmung den Marathon zu laufen und zu gewinnen.“

Mayr lief vom Start weg in oder vor der Spitzengruppe. Als nach dem Halbmarathon in sehr schnellen 1:14:47 eine Tempomacherin ausstieg, war sie allein in Front. Die Äthiopierin Derbe Godana-Gebissa holte in der zweiten Streckenhälfte deutlich auf, letztlich war ihr Rückstand aber bereits zu groß. In 2:31:31 wurde sie Zweite. Mayr: „Ich habe immer gewusst, wenn ich es bis zur Ringstraße gut schaffe, dann wird mich das Publikum auf den letzten zwei Kilometern ins Ziel bringen.“ Mit dieser Zeit unterbot Mayr auch das WM-Limit für Berlin, sie sagt aber: „Ich habe noch nicht weiter als bis zum 19. April gedacht. Pläne werde ich erst in einiger Zeit machen.“

Weidlinger in 2:12:39 um 17 Sekunden über dem Rekord
Haarscharf und packend war die Entscheidung auch bei Günther Weidlinger. Sein angepeiltes Rekordrennen dauerte um 17 Sekunden zu lang. In 2:12:39 Stunden kam er in der schnellsten Debützeit eines österreichischen Läufers auf den neunten Platz. Fast bis zum Schluss lag er exakt Kurs zur österreichischen Rekordzeit von 2:12:22 Stunden, die Gerhard Hartmann bei seinem Sieg in Wien am 13. April 1986 gelaufen ist. Nach einem guten ersten Halbmarathon von 1:05:59 Stunden hielt er sein Tempo lange hoch. „Ab Kilometer 35 ist es hart geworden. Bis Kilometer 40 habe ich gut gekämpft, dann bin ich aber eingebrochen. Es war sehr hart zu spüren, wie ich immer langsamer geworden bin. Wenn ich den letzten Kilometer in meiner angestrebten Durchschnittszeit von 3:08 gelaufen wäre, hätte ich den Rekord noch geschafft. Aber meine Füße sind extrem kaputt jetzt. Das Rennen hätte keine 100 Meter mehr länger dauern dürfen. So ist der Marathon. Die Ehrenrunde war Spitze. Ich wollte mich beim Publikum bedanken, für die Unterstützung. Das war ein Highlight. Es war grandios, wie ich angefeuert worden bin!“

Mit seiner Zeit blieb auch Weidlinger unter dem WM-Limit für Berlin. Einen Start über die Marathondistanz hat er bereits zuvor ausgeschlossen, da die Startzeit 11 Uhr vormittags im August sehr heiße Temperaturen erwarten lässt. Ob er über die 10.000 Meter an den Start geht – das Limit dazu hätte er aus dem Vorjahr – wird er erst entscheiden. „Sicher ist, dass ich nur in guter Form bei der WM an den Start gehen würde. Und sicher ist, dass ich mich auf meine weiteren Marathons freue!“

Weidlinger mit Leistenbruch seit einem halben Jahr
Am Abend des Rennens erzählte er erstmals öffentlich in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" von einem gesundheitlichen Handicap, das ihn in der Vorbereitung beeinträchtigt hat. Im Jänner wurde diagnostiziert, dass er seit einem halben Jahr an einem Leistenbruch leidet. "Dadurch konnte ich kein Bauchmuskel- und Oberkörpertraining mehr machen. Man braucht aber auch den Oberkörper zum Laufen. Ich werde eine Operation machen, damit es bald geklärt wird. Ich möchte nämlich gerne im Herbst meinen zweiten Marathon laufen."

Ebenfalls 17 Sekunden fehlten dem zweitbesten Österreicher Markus Hohenwarter auf seine persönliche Bestleitung. In 2:18:30 Stunden holte er den 16. Platz, nachdem er praktisch das gesamte Rennen alleine gelaufen war. Carina Lilge-Leutner, die 1987 das Rennen gewonnen hatte, wurde 48-jährig in starken 2:51:11 Stunden Neunte.

Top-Ergebnisse Vienna City Marathon, 19. April 2009

Männer

1. Kirwa Gilbert-Kipruto KEN 02:08:21
2. Debele-Tulu Dereje ETH 02:09:08
3. Maregu Joseph KEN 02:09:25
4. Negewo Degefa-Abebe ETH 02:09:52
5. El-Hachimi Mohamed MAR 02:10:24
6. Chirchir Jafred KEN 02:10:42
7. Fekele Getu ETH 02:11:42
8. Del-Oro Pedro-Nimo ESP 02:12:10
9. Weidlinger Günther AUT 02:12:39
10. Kiptanui Maswai KEN 02:13:25
16. Markus Hohenwarter AUT 2:18:30

Frauen
1. Mayr Andrea AUT 02:30:43 – Österreichischer Rekord
2. Gebissa Derbe-Godana ETH 02:31:31
3. Hasso Hayato-Zeineba ETH 02:34:01
4. Mekonnen Tiruwork ETH 02:34:07
5. Kalenarova-Ochal Olga UKR 02:35:25
6. Muthuku Esther KEN 02:39:22
7. Stepanova Lyudmila RUS 02:40:43
8. Daview Mary NZL 02:42:39
9. Lilge-Leutner Carina AUT 02:51:11
10. Molnar Barbara HUN 02:51:20

ANKER HALBMARATHON
Männer
1. Heit Manfred AUT 01:11:45
2. Bock Marius AUT 01:11:59
3. Srb Thomas AUT 01:12:09

Frauen
1. Wilding Catherine GBR 01:24:21
2. Bornaschella Anna ITA 01:26:50
3. Czarnik Jill USA 01:26:53